Zitiert ausErlebnisse und Begegnungen von
Werner Schmid
Verlag Peter Meili & Co.
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LeserbriefeAutor: Ruth Binde"Lex Bernoulli"Was auf der Netzhaut bleibt, TA vom 26. 11.1997Mit Interesse habe ich den Bericht über die Ausstellung der Skizzenbücher des Basler Architekten Hans Bernoulli im Architekturmuseum Basel gelesen. In Zürich erinnern ja heute noch die "Bernoulli-Häuser" an ihn.Ursina Jakob erwähnt auch sein Engagement für die Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell. Sie hat ihn tatsächlich seine ETH-Professur für Städtebau gekostet. Nicht nur, dass ihn die Kündigung an Weihnachten 1938 erreichte, sein Gegenspieler, Bundesrat Philipp Etter, ging noch weiter. Eine eigens für diesen "Fall" geschaffene Reglementsänderung vom 27. März 1939 - später als "Lex Bernoulli" bekannt - untersagte Hans Bernoulli das Weiterführen des Professorentitels. Als Kind habe ich Hans Bernoulli gekannt, denn er gehörte zum engsten
Freundeskreis meines Vaters Fritz Schwarz, ebenfalls ein bekannter Exponent
der Freiwirtschaftslehre. Es erfüllt mich heute mit Genugtuung zu
sehen, um wieviel die Freiwirtschafter ihrer Zeit voraus waren, ob es sich
nun um die Zinsproblematik, die Bodenspekulation oder um die Bedeutung
eines festen Frankenkurses handelt.
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